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Über den "rechten Glauben" wurde nach längerem Vorlauf im Jahr 451 am ökumenischen Konzil von Chalkedon entschieden. Eine asiatisch-afrikanische Gruppierung unter der Leitung des Patriarchen (Bischofs) von Alexandria war im Vorfeld des Konzils der Auffassung, in Christus sei einzig und allein die göttliche Natur wirksam. Dem wurde vom Bischof von Rom widersprochen: "Hat Jesus nicht wie ein Mensch gelitten? Etwas anderes setzt seinen Kreuzestod für die gesamte Menschheit herab."

Das Chalkedoner Konzil (in der heutigen Türkei), vom spätrömischen Kaiser Markian einberufen, legte im Sinne eines Kompromisses fest, dass in Jesus zwei Naturen bestünden: eine göttliche und eine menschliche. Diese theologische Festlegung führte zu einer Kirchenspaltung (Schisma), die alexandrinische Gruppierung akzeptierte - im Gegensatz zu Rom - den Konzils-Kompromiss nicht. Die Richtung hat sich bis heute in der koptischen Kirche erhalten.

Quelle[]

R. Pfeilschifter: Die Spätantike - Der eine Gott und die vielen Herrscher

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